Kraftdreikampf

Was ist Kraftdreikampf?

International: Powerlifting
Wie der Name schon sagt, besteht dieser Wettkampfsport aus drei Teildisziplinen. Dem Kniebeugen, Bankdrücken und dem Kreuzheben.

In jeder Teildisziplin hat der Athlet/in jeweils drei Versuche, um das für ihn höchst möglichste Gewicht zu bewältigen. Gewonnen hat der Sportler/in der in seiner Alters- und Gewichtsklasse das höchste Total erreicht hat. Das Total ist die Summe der höchsten Lasten aus allen drei Disziplinen.

Es werden jährlich Wettkämpfe in der Größenordnung (Kreismeisterschaft [KM], Landesmeisterschaft [LM] und Deutsche Meisterschaft [DM]) durchgeführt. Natürlich gibt es auch Europa,- und Weltmeisterschaften, für die man sich allerdings auf den entsprechenden Deutschen Meisterschaften erst qualifizieren muss.

Entscheident für diesen Sport ist die technische Durchführung der drei Disziplinen. Die Technik fließt bei einem Wettkampf zwar nicht mit in das Wettkampfergebnis ein. Jedoch spielt sie für die Gesundheit des Wettkämpfers eine entscheidende Rolle.

Wir legen deshalb vor allem Wert auf eine technisch saubere Übungsdurchführung, als auch auf eine natürliche Wettkampfform. Der Kraftdreikampf kann bei entsprechender Einhaltung der Technik und Anweisungen der Trainer bis ins hohe Alter durchgeführt werden.




Kniebeugen

Beim Kniebeugen liegt die Hantelstange auf der Schultermuskulatur und den Schulterblättern des Athleten/in.

Bevor der Wettkämpfer/in mit der Übungsdürchführung beginnt erhält er vom Hauptkampfrichter ein Signal dass das gewünschtes Gewicht aufliegt ("Hantelstange liegt bereit für ..."). Ab diesen Zeitpunkt hat der Wettkämpfer eine Minute Zeit sein aufgelegtes Gewicht aus den Hantelständern zu befördern.

Steht er ruhig und aufrecht, erhält er das Startsignal zur Übungsdurchführung ("national = Beugen, international = Squat"). Ab jetzt muss der Wettkämpfer das Gewicht genau einmal nach unten und nach oben bewegen (Beugen). Anschließend darf er nach Aufforderung des Kampfrichters die Hantelstange wieder in die Ständer zurücklegen ("nat. = Ablegen, int. = Rack").

Die Übung ist somit beendet. Der Wettkämpfer/in erhält jetzt eine Wertung des Kampfgerichts ob der Versuch gültig oder ungültig war. Die Wertung erfolgt mit Hilfe einer Lichtanlage oder des Hebens von Fahnen. Weiß entspricht gültig und rot entspricht ungültig. Die einfache Mehrheit entscheidet.


 

Bankdrücken

Bankdrücken ist die zweite Disziplin des Kraftdreikampfes. Der Wettkämpfer liegt dabei auf einer Bank und muss die Hantel aus reiner Kraft des Oberkörpers nach unten und oben befördern.

Genau wie beim Kniebeugen erhält der Athlet zu Beginn der Übung ein Signal, dass die Hantel für ihn bereit ist. Auch hier hat er eine Minute Zeit sein aufgelegtes Gewicht aus dem Hantelständer zu nehmen.
Sobald er sich in ruhiger Drückposition befindet erhält er das Durchführungssignal vom Kampfrichter ("nat. und int. = Start") um mit der Übung zu beginnen. Ab diesen Zeitpunkt darf sich nur noch das Gewicht von oben nach unten bewegen. Nachdem die Hantel, auf dem Brustkorb, für einen kurzen Moment, zum Stillstand gekommen ist ("Pause"), erhält der Athlet das Signal "Press". Ab diesen Zeitpunkt muss das Gewicht in einem "Zug" nach oben gedrückt werden. Der Versuch ist beendet wenn der Kampfrichter das Schlusssignal zum ablegen ("nat. = Ablegen, int. = Rack") gibt. Im Anschluss folgt wieder Wertung durch das Kampfgericht.


 

Kreuzheben

Kreuzheben ist die letzte Disziplin im Kraftdreikampf. Hierbei liegt die Handelstange auf dem Heberboden und muss nach oben gezogen werden (Endposition siehe Bild).

Genau wie bei den anderen Disziplinen, erhält der Wettkämpfer das Signal für die Freigabe der Hantel. Jetzt hat man wieder eine Minute Zeit um an die Hantel zu gehen und die Übung (ohne weiteres Startsignal des Hauptkampfrichters) zu beginnen. Nachdem
die Hantelstange für bereit erklärt wurde, braucht der Wettkämpfer nur noch das Gewicht in einem Zug nach oben zu ziehen.

Wenn der Athlet die Endposition erreicht hat erhält man das Signal zum ablegen ("nat. = Ab, int. = down"). Die vermeindliche Endposition erkennt man an den durchgestrecken Beinen, aufrechten Haltung und den nach hinten zeigenden Schultern des Athleten. Die Übung ist somit beendet und kann gewertet werden.


 

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